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Hörbuch China

Laufzeit 80 Minuten, Sprecher Rolf Becker

Auszug aus der Kritik von Arielen:

"Die CD beginnt mit dem Mythos der Erschaffung der Welt aus einem Ei. In den frühen Jahren des Reiches der Mitte bestimmte Ahnenkult und Orakelkunst das Leben der Menschen, einen Kaiser benötigte man noch nicht.

„Die Kunst des Krieges“ erlernte man in der Zeit der streitenden Reiche, und die damals verfassten Bücher sind noch heute Pflichtprogramm für viele Manager. In dieser Zeit aber entstanden auch die beiden großen philosophischen Strömungen, die von nun an China nicht mehr loslassen sollten: der Konfuzianismus und der Daoismus, Musik und Poesie erhielten neue Impulse.

Schließlich fand aber auch das Reich Ruhe durch die lenkende Hand starker Kaiser, die als unsterbliche Zeichen ihrer Macht die Terrakottarmee und die Große Mauer hinterließen.

Nun folgte eine Zeit des Friedens und der Stärke. Die Beamten übernahmen die verwalterischen Pflichten, auch wenn sie in späteren Jahrhunderten einen hohen Preis dafür zahlen mussten.

In luxoriösen Palästen vergnügte sich der Adel mit den Schönen Künsten wie Kalligrafie und Tuschemalerei. Der Schönheitskult entwickelte sich und brachte in westlichen Augen grausame Blüten wie die Lotosfüße (die verstümmelten Füße der Frauen) hervor. Der Mensch ging in der Kunst auf. Man nahm sich Zeit auch die Kultur anderer Länder zu betrachten, die Weltoffenheit ermöglichte es dem Chan-Buddismus im Reich der Mitte Fuß zu fassen.

Aber zuviel Kultur schuf auch Dekadenz, die den Mongolen nichts entgegen zu setzen wusste. Unter Kubilai, den Enkel des großen Dschingis-Khan, entstand eine neue Herrscherdynastie, die ihren Sitz an den Ort verlegte, den man heute allein als Hauptstadt kennt: Peking.

Wiederum ermöglichte die Fremdherrschaft Entwicklungen wie die der Roman- und Theaterkultur, die nun auch für das einfache Volk verständlich wurde, die Peking –Oper nahm ihre heute noch bekannte Gestalt an. Der Sohn des Himmels aber zog sich auch von der Welt zurück – in die „Verbotene Stadt“.

Ein Eunuch erforschte als Flottenadmiral die Welt und erschloss neue Handelswege, aber dieser Weg wurde schließlich nicht weiter verfolgt, man überließ es den Europäern, Handelsposten in China zu errichten und die Kultur des Reiches der Mitte in die Welt zu tragen. Wie später auch Japan sollte es seine Spuren in der westlichen Welt hinterlassen, aber auch viele Klischees erschaffen.

Mit dem Untergang der Qing-Dynastie endete auch die Geschichte des Landes als Kaiserreich. Als Republik und später als kommunistische Volksrepublik ging China neue Wege. Mit kollektiven Meisterleistungen beschloss man, nicht länger in der Tradition zu verweilen, sondern zur Moderne aufzuschließen. "


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